Aufbaubericht mit vielen Fotos von der Knolle_P


25.05.2009

Aufbau-Hinweise

Hallo, ich habe den IR-Empfänger einmal aufgebaut um zu sehen ob alles so funktioniert wie geplant und ob die Bauteile auf das Layout passen... Hier nun meine Aufbauanleitung:

 

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Wenn man die fertig gebohrte Platine vor sich hat, muss man zuerst noch den Fotolack entfernen. Das geht am besten mit einem Lappen und etwas Verdünnung oder Nagelackentferner.
Wenn man das nicht macht, lässt sich die Platine nur schwer löten und man hat nachher womöglich einige nicht leitende Verbindungen.

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Nun fängt man mit dem Bestücken der Bauteile an. Als erstes fangen wir mit den IC-Sockeln an. Da ich keinen 18-Poligen Sockel da hatte, habe ich kurzerhand aus 2 Socheln einen gemacht. Einfach einen 14-poligen Sockel eingesetzt und einen abgesägt das nur noch 6 Pole über bleiben. Dummerweise konnte ich nicht bis 18 zählen und habe so einen 20er Sockel gebaut, der dummerweise auch ins Layout passt, dort aber dem Widerstand über dem IC den Platz raubt. Also aufpassen!!! und nicht am Foto orientieren.

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Als nächstes kommen die 4 Transistoren an die Reihe und wer aufpasst wird sehen das ich auch hier geschlunzt habe, der rechteste Transistor ist auch falsch herum eingesetzt. Das ist mir dann beim funktionstest aufgefallen. Ich hatte leider keinen Bestückungsplan zur Hand da mich meine "bessere Hälfte" ausgesperrt hatte und sich mein Bewegungsradius damit auf meinen Bastelkeller beschränkte. Daher habe ich wohl auch beim IC-Sockel gepennt. (siehe oben)

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Als nächstes kommen die Kondensatoren an die Reihe. Beim Elko kommt der Minuspol nach oben, bei den anderen ist die Polung wurscht.

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Als nächstes den Spannungsregler mit dem Kühlblech nach aussen einlöten. Die Löcher müssen noch ein wenig vergrössert werden, damit die Beinchen hindurch passen. Beim IR-Empfänger warscheinlich ebenso. Der vorgeschlagene IR-Empfänger ist richtig gepolt wenn er mit der Wölbung von der Platine weg zeigt. Wird ein anderer Empfänger eingesetzt, schauen ob er pinkompatibel ist. Beim Festspannungsregler auf genügend Löthizte achten, denn die dicken Beinchen leiten die Hitze sehr schnell weg.

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Als nächstes kommen die Widerstände an die Reihe. Hier sieht man auch das der IC-Sockel zu lang geworden ist. Also habe ich den Widerstand einfach in den IC-Sockel gesteckt. Das geht ja auch :o) Die Widerstände zur einfacheren Fehlersuche am besten alle in die gleiche Richtung einlöten. Ich handhabe das immer so das die Ringe so angeordnet sind wie man sie abliest. Also immer von links nach rechts oder von oben nach unten. So kann man bei einer Prüfung schneller sehen welchen Wert sie haben. Bevor ihr den Widerstand oben rechts einlötet, schauen ob er zwischen den Relais noch Platz hat.
Bei den von mir gelieferten Relais, ist es besser den Widerstand auch auf die Lötseite festzu löten.
Ich hatte erst kleinere Relais vorgesehen, aber ich hatte mich im Datenblatt verguckt, die Relais waren genau spiegelverkehrt.

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Als nächstes kommt die Stiftleiste an die Reihe zur Codierung des Empfängers. Auch hier müssen die Löcher ein wenig geweitet werden.

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Nun kommt die fummelige Arbeit: Die Drahtbrücken.
Die kurzen Drahtbrücken mache ich aus abgekniffenen Drahtresten der Bauteile. Die längeren Drahtbrücken habe ich aus isolierten Drähten hergestellt. 2 Drahtbrücken müssen auf der Lötseite bestückt werden. Hier darauf achten das die Isolierung möglichst lang bleibt und den blanken Draht-Teil habe ich durch das Loch gesteckt und verlötet. Isoliert man den Draht zu lang ab, bzw ist die Isolierung zu kurz kann es hier schnell Kurzschlüsse geben! Daher genau hinschauen, ob die Isolierung die Löthitze überlebt hat!! Da die von mir bestellten Relais plötzlich spiegelverkehrt waren, musste ich grössere einsetzen. Damit das passt habe ich den Widerstand zwischen den Relais hier wieder ausgelötet und auf die Lötseite bestückt. (Siehe oben)

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Als nächstes die Relais zusammen mit den Anschlussklemmen einsetzen um zu sehen ob alles passt. Die Löcher für die Anschlussdrähte müssen noch etwas geweitet werden. Bei den Klemmen und Relais wieder auf genügend Löthitze achten, denn die dicken Anschluss Beinchen brauchen etwas mehr Zeit zum aufwärmen. Darauf achten das die Drahtbrücke am Relais-Anschluss sich nicht löst oder verrutscht und einen Kurzen verursacht.Zuletzt die Dioden verzinnen und kurz an den Relais-Kontakten anlöten. Die Kathodenringe zeigen zueinander.

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Sollen grössere Ströme geschaltet werden, sollten die Leiterbahnen zwischen Relais und 3-Pol.-Klemmen verstärkt werden. Entweder dick mit Lötzinn verzinnen oder gleich einen Draht darauf löten, denn die Leiterbahn selbst ist ja nur hauchdünn und würde bei grossen Strömen einfach verglühen.
Nach umgehender Sichtprüfung, besonders auch der Bauteile auf der Lötseite, können die ICs in die Sockel eingesetzt werden. Den Tisch von Drahtresten befreien und Strom an die Schaltung geben.
Auf richtige Polung achten!!! Plus ist oben.
Hier habe ich dann gemerkt das der rechteste Transisor falsch herum eingelötet war und habe ihn gedreht. Nun schaltet auch das rechte Relais :o)

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So sieht dann das Endprodukt aus.
Wenn alles zur Zufriedenheit funktioniert, kann man Fernbedienung und Empfänger mit Lötbrücken bzw Jumpern kodieren damit sich verschiedene Sender Empfänger nicht ins Gehege kommen.

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Solltet Ihr Fragen oder Anregungen haben, meldet Ihr euch am besten inder Community an. Dort gibt es zu jedem Projekt ein eigenes Forum für Fragen.

Ich hoffe das Tutorial hat dem ein oder anderem geholfen.
Viel Spass noch beim Nachbau!!

Gruss, 
Knolle_P (O.Pering)

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