Kleine Schaltung zum Bau eines Lauflicht-(Schlauches), erweiterbar auf bis zu 10 Kanäle, und beliebig lang auszubauen.


Kurzinfo:

Vielen Dank für das Foto an: Mich (Knolle_P)

Diese Schaltung lässt 4 Lämpchen nacheinander kurz aufleuchten.
Schaltet man "beliebig" viele dieser Lämpchen parallel und reiht diese dann hintereinander an, erhält man ein langes Lauflicht.
Die Lauf-Geschwindigkeit lässt sich stufenlos einstellen.

Anwendungsmöglichkeiten:

  • Lauflichtschlauch
  • Lichteffektgerät für Partykeller
  • Blaulicht für Modellbau
  • Baustellenlauflicht für Modellbau
  • usw...

Datenblatt:

Schwierigkeitsgrad: Für Anfänger
Gruppe: Effekt-Schaltung
Funktion: Effekt-Schaltung zum Betrieb von Kleinglühlämpchen
Größe: Platine B55 x H48 mm
Stromversorgung: DC 9-15 Volt Stromverbrauch je nach Lämpchen

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Beschreibung:

Die Schaltung hat vier Ausgänge an die Lämpchen angeklemmt werden können, diese Ausgänge sind die Klemmen K3-K6. Als erstes "leuchtet" K5 auf, dann K6, K3 und dann K4.
Die Lämpchen hängen alle gemeinsam an der positiven Versorgungsspannung, so dass eine Leitung für alle Lämpchen zur "Grundversorgung" ausreicht.
An die andere Seite kommt nun einer der 4 Ausgänge, wenn man einen Lauflichtschlauch herstellt braucht man also 5 Adern.
1x Plus für alle Glühlämpchen
4x Schaltleitung der 4 Kanäle.

Es können fast beliebig viele Lämpchen hintereinander geschaltet werden, die Menge ist nur durch die Stromaufnahme begrenzt. Die Transistoren halten einen Strom von 6 Ampere aus, macht bei 4 Stück also ...mhh ... rechne rechne, ...  24 !! Ampere, währen bei 12 Volt immerhin 288 Watt ??!!! Das sollte eigentlich reichen. Wenn sich die Transistoren sich zu stark erhitzen, sollte ein Kühlkörper verwendet werden. Also zu stark ist meines Erachtens dann wenn man sich die Finger drann verbrennen kann :o) Aber sonderlich groß dürfte der nicht ausfallen, weil jeder Transistor ja nur für ein Viertel der Zeit Leuchtet.. ähm schaltet....leitet!.

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Schaltplan:

Schaltplan 4-Kanal Lauflicht
Schaltplan 4-Kanal Lauflicht

Stückliste:

--- Bauteile und Platinen gibts bei mir im Onlineshop ---
IC1 1x IC CD4017
T1+2 2x NPN-Transistor BC548B
T3-6 4x NPN-Transistor BD679
R1+2+4  3x Widerstand 1K
R3 1x Widerstand 12K
R5-8 4x Widerstand 1K
C1+2 2x ELKO 10µF/16V
P1 1x Poti stehend 100K
K1-6 5x Anschlussklemmen 2-Pol.

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Zusatz-Info:

Tja was noch, ... ah ja, die Anzahl der Kanäle kann, von vier, auf bis zu 10 vergrößert werden. Der IC schaltet bei jedem Impuls durch den AMV immer einen Ausgang weiter. DH. er setzt am Anfang immer Ausgang Q0 auf high, dann Q1 dann Q2 usw. In dem Moment in dem Q4 auf high geht wird der Reset ausgelöst, und alles fängt wieder bei Q0 an, weil Q4 an den Reset Eingang gelegt ist. Die Geschwindigkeit des AMV lässt sich mit P1 regeln. Würde man den Reset Eingang mit Q3 verbinden würden die Lämpchen am entsprechenden Ausgang nur kurz aufblitzen und schon würde wieder Q0 leuchten. Also für jeden Weiteren Kanal rückt auch die Reset "Schleife" ein stück weiter. Bei 10 Kanälen ist kein Reset mehr notwendig, da das IC dann eh wieder von neuem zu zählen beginnt.

So, der Vollständigkeit halber noch ein Paar abschließende Infos.
Der Pin 13 schaltet den IC ein, wenn er auf Masse liegt.
Es lassen sich auch mehrere ICs kaskadieren, dh. es kann noch ein IC angehangen werden der bei jedem Durchlauf des IC1 dann einen Pin weiter schaltet. Damit lassen sich hervorragend Matrix Ansteuerungen verwirklichen.

Wie das geht hab ich wieder vergessen, da ich die Schaltung schon vor Monaten gelayoutet hab, aber ich schätze mal da wird C0 mit dem CLK Eingang von nächsten IC verbunden..

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Layout / Bestückungsplan:

Platinenlayout 4-Kanal Lauflicht
Platinenlayout 4-Kanal Lauflicht
Bestückungsplan 4-Kanal Lauflicht
Bestückungsplan 4-Kanal Lauflicht

Wenn Sie die Platine nicht selber ätzen können oder wollen, (siehe "Nachbau") können Sie die Platine und teilweise auch die ganzen Bauteil-Sätze  unter Service bei mir bestellen....

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Downloads:

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Nachbau:

Die Schaltung wird anhand des Planes nachgebaut, dabei dürfte es keine größeren Probleme geben. Am einfachsten ist der Aufbau auf der unten gezeigten Platine, die Sie sich ohne weiteres selber ätzen können. (Siehe "Nachbau")  

Die Linien auf dem Bestückungsplan sind die stromführenden Bahnen und die sollten bei höhreren Lasten mit Draht oder wenigstens etwas Lötzinn verstärkt werden damit die Leiterbahnen bei hohen Strömen nicht durchbrennen.
Achtung die BD679 müssen mit der Metallseite zum IC zeigend eingelötet werden!!!

Das ist auf dem Bestückungsplan falsch. Wenn man statt der BDs einen BUZ11 einsetzt, dann ist das richtig!

Will man 230Volt Lampen Schalten, kann man an jeden Kanal, anstatt eines Lämpchens natürlich auch meinen "LED nach 230 Volt-Schalter" einsetzen.
Wichtig ist nur das man einen 1K Vorwiderstand dazwischen klemmt, damit die LED im Optokoppler nicht durchschmort. Bei 9 Volt nimmt man besser nur einen 670R Widerstand...

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News:

25.02.14

 

Im Layout waren die beiden Transistoren falsch herum eingezeichnet.

Jetzt stimmt alles wieder! Dank dem Bericht von J.Oe

Sorry für den Fehler, da waren die Transistoren irgendwie falsch im Layoutprogramm angelegt.

31.10.10

Ich habe ein neues Layout erstellt, mit massiveren Leiterbahnen und Massefläche um Säure zu sparen.
Geänderte Basis-Vorwiderstände auf 1K. Ich habe damals versehentlich 470R Eingetragen.

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ACHTUNG:

Alle hier gezeigten Schaltungen, Platinenlayouts und Berichte, dienen ausschliesslich zu lern und Übungszwecken. Die Schaltungen sind nicht ohne weiteres für den produktiven Einsatz gedacht und sollten nur unter Aufsicht einer erfahrenen Person (Lehrer / Ausbilder usw.) in Betrieb genommen werden. Das gilt ganz besonders bei Schaltungen bei denen mit Netzspannung gearbeitet wird.

Ich übernehme keinerlei Garantie oder Haftung für Schäden die durch unsachgemässen Gebrauch der Schaltungen entstehen.
Bitte immer daran denken: Ich bin selber nur Hobbybastler und will einfach meinen Spass an der Sache teilen.


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