Aufbaubericht mit vielen Fotos


25.07.2009

Kurze Betrachtungen...

...zu meinem erweiterten Stereo-10-Kanal-Equalizer-Projekt

Am Anfang wollte ich nur ein LED-VU-Meter für meine Stereoanlage bauen. Ein selbstgebautes „Mäusekino“ sollte neben CD-Player, Verstärker und Tape-Deck nicht fehlen. Später bin ich wieder einmal auf Knolles Seite gestoßen. Dort habe ich den 10-Kanal-Equalizer entdeckt und sofort gedacht: das lässt sich doch bestimmt sinnreich kombinieren. Zudem konnte das Basteln weitergehen, was ja immer der eigentliche Reiz ist.

Da mir das Equipment und die Erfahrung zum Ätzen fehlen, habe ich mir die gute alte Streifenrasterplatine hergenommen und die Schaltung auf dieser Grundlage aufgebaut. Die ICs gab es nach einiger Suche bei Segor. Probleme bereiteten manche Kondensatorenwerte. Nach Forumsbefragung und hilfreichen Antworten habe ich beschlossen die kritischen Werte gegebenenfalls einfach aus zwei einzelnen Kondensatoren zusammenzusetzen. Gesagt getan. Da ich eh nicht Knolles Layout verwendet habe, ging das mit dem zusätzlichen Platzbedarf problemlos.

Dann der erste Test. Ergebnis: starkes Brummen! Verdammt! Wo liegt der Fehler. Wiederum gabs Hilfe im Forum. Dabei wurde ich zunächst auf einen kleinen Fehler in meinem Aufbau aufmerksam. Da aber das Brummen, wenn auch mit anderem Ton, letztlich blieb, musste es noch eine andere Ursache haben. Die fand sich dann, durch regen Austausch mit Theodor, in meinem Netzteil, das aufgrund unpassender Trafo-Dimensionierung die Angewohnheit hatte, eine zusammenbrechende Ausgangsspannung zu liefern bei Anschluss eines Verbrauchers. Das ließ sich aber leicht beheben durch Trafoaustausch.

So. Die Schaltung lief jetzt eigentlich. Doch bemerkte ich dann leider, dass bei bestimmter Musik der Hang zum Übersteuern bei Anheben bestimmter Frequenzen sehr deutlich wurde. Das liegt, nach Hartwigs Erklärung, an der maximalen Eingangsempfindlichkeit der Schaltung in Abhängigkeit zur Versorgungsspannung. Diese liegt bei 15V bei maximal 1Veff, wobei die meisten Hifi-Geräte wohl deutlich höhere Ausgangssignalspannungen haben. Die entsprechenden Einträge im Forum geben nähere Infos zur Problematik. Dies ließ sich dann eindämmen durch Nachschalten eines Widerstandes in den Signalweg am Ausgang der Schaltung. Besser wären aber das Herabsetzen des Signals am Eingang und das anschließende Verstärken durch ein passendes regelbares Verstärker-Bausteinchen am Ausgang! Dennoch funktioniert die Schaltung fürs Erste mit 15V Versorgungsspannung gut.

Die ganze Schaltung habe ich dann noch ein zweites Mal gebaut und als Sandwich in ein abgeschirmtes Gehäuse eingebaut. Als Regler habe ich kleine (20mm) ALPS-Schiebepotis genommen, die ich mit der Platine durch Leitungen verbunden habe. Alles funktioniert und kein bisschen Brummen, egal wo der Lautstärkeregler am Amp steht!

Kombiniert habe ich den Equalizer mit einem Eingangssignalumschalter, um verschiedene Quellen einzuspeisen und einem Umschalter zwischen on/off-Equalization. Beim Testen dieses Schalters habe ich festgestellt, dass der Ausgang des Equalizers, egal ob die Schaltung in Betrieb ist oder nicht, den Signalweg durch Pegelabsenkung beeinflusst. Daher sollte der Umschalter sowohl den Eingang als auch den Ausgang des Equalizers in den Signalweg ein- oder ausschleifen. Das beseitigt zwar nicht die Pegelunterschiede, hebt aber die Deutlichkeit des obigen Effekts auf.

Schließlich kam zur Vervollständigung noch eingangs erwähntes VU-Meter hinzu, dass ich letztlich einige Male kopiert und, durch davor geschaltete aktive Bandpässe, zum kleinen Spektrumanalyzer erweitert habe.

Das alles musste dann nur noch in das vorrätige, aber leider nicht ganz passende, drum modifizierte, Gehäuse eingebaut und miteinander verbunden werden. Und dann war er doch fast fertig, mein Stereo-10-Band-Equalizer mit Spektrum-Analyzer. Was jetzt noch zur Vervollständigung fehlt, sind die passend gefräste Front- und Rückplatte. Mal schauen, wann das dann was wird.

Torsten

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Super vielen Dank für den klasse Bericht!!

Gruß

Knolle_P

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