Hier habe ich eine Bauanleitung für eine Ätzmaschine. Obwohl ich mittlerweile mit Salzsäure ätze wofür man keine braucht.


Selbstbauanleitung für eine Ätzmaschine

Da mir eine "Professionelle" Ätzmaschine zu teuer war hab ich mir eine selbstgebaut.
 Hier steht was man dafür braucht und was man dabei beachten muss.
 Ich habe als Beispiel mal meine Apparatur als Modell hier zum Nachbau vorgestellt.

Mittlerweile bin ich aber auf das Salzsäure-Ätzen umgestiegen weil man keine Maschine dafür braucht und es schneller geht. Aber die entstehenden Dämpfe dabei sind sehr aggressiv, von daher nur in separaten Räumen und mit Abluft-Anlage zu empfehlen.

Das hier sind natürlich nur eigene Erfahrungen also daher bin ich für jeden Hinweis dankbar....

 

Material:

Bezugsquelle:

Maße:

Glas
  Heizung
  Pumpe
  Schlauch
 Strohhalm dick
  Silikon (viel)
  Und was als "FUß"

Glaser / Sperrmüll
 Aquaristik
 Aquaristik
 Aquaristik
    ? ? ? 
 Baumarkt / Aquaristik
 Küche / Baumarkt ....

5mm Fensterglas
 ca. 200 Watt
 ca. 8 Watt regelbar
 100 cm.
 Mit Knick :o)
 Alles bei OBI
 Kunststoffbehälter

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Materialbeschaffung:

 

GLAS:

 Als erstes besorgt man sich ein Paar Glasscheiben... 

a) Entweder beim Glaser auf die richtige Größe zugeschnitten,
 oder
 b) Man sucht sich ein paar alte Fenster z.B. Sperrmüll und schneidet sich mit einem Glasschneider die Scheiben auf die richtige Größe. (so habe ich das gemacht)
 
HEIZUNG:
 Als zweites benötigt man eine Heizung, die gibt's im Aquarienhandel in verschiedenen Bauformen. Ihr solltet eine mit einer möglichst hohen Leistung und kleinen Abmessungen wählen.
 

LUFTPUMPE:

 Eine Luftpumpe ausm Aquariumshandel ist dann auch ganz gut um eine Säureumwälzung zu erreichen.
 
SCHLAUCH:
 Den Schlauch für die Luftpumpe bekommt ihr auch vom Aquarienhandel, wenn euch nicht stört das der dann grün ist.
 
STROHALM (dick mit Knick):
 
Der Strohalm wird unser "Luftverteiler"
 Wehe mich fragt jetzt einer wo er so was her bekommt....
 
SILIKON:
 Dann braucht man noch eine "Flasche" Silikon ausm Baumarkt der für Glas geeignet ist, oder auch ausm Aquariumshandel zu Reparaturzwecken.
 

FUSS (Ständer):
 
Ich hab als Fuß eine alte Eisdose aus Kunststoff verwendet, die die komplette Füllmenge des Glasgefäßes aufnimmt, wenn mal was undicht werden sollte. Geht auch wunderbar mit einem Blumenkübel für Balkonkästen aus Kunststoff, wenn er keine Löcher hat.

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Nachbau:

Das Glasgefäß:

Die Größe des Glasgefäßes richtet sich vor allen Dingen nach der Größe der Heizung, die muss etwas Luft haben damit die Scheiben durch die Hitze nicht platzen.

Nach oben hin muss die Heizung etwas über die Säure hinausragen können weil der Thermostat in so einer Heizung meist oben sitzt.
 Würde der Thermostat in der Säure sitzen würde er die Heizung bei ca. 26 °C abschalten, aber wir wollen ja auf 40-50°C daher lassen wir die Heizung einfach etwas über die Säure überstehen.
 
So wir haben also die Glasscheiben (5 Stück) fertig mit geraden (geschliffenen) Kanten vor uns liegen. Nun kleben wir die Schmalseiten mit viel Silicon auf die eine der beiden Grossen Scheiben (Vorder oder Rück-Seite). Darauf achten das alles schön gerade sitzt, und die "Ritze" von innen gut mit Silicon ausfüllen.
 Die Seitenscheiben können ruhig etwas vom Rand der großen Scheibe zurückstehen, dann haben wir von außen auch noch mal einen Rand wo wir gut Silicon reinfüllen können, denn wir wollen ja nicht das uns die Säure auf den Boden saut.
 Die Ganze Sache lassen wir gut austrocknen!!!! 

 

Die Sache mit dem Strohhalm...

Um eine Säureumwälzung zu erreichen habe ich unten am Boden der Ätzmaschine einen Strohhalm festgeklebt, den ich vorher mit ca. 10-15 kleinen Löchern versehen hab (Nadel).
 Ich habe einen Strohhalm mit Knick verwendet und am kurzen Ende dann den Schlauch angeklebt, während ich das andere Ende vom Strohhalm zugeklebt hab.

Jetzt wird dieser Strohalm auf den Boden der Ätzmaschine geklebt, weil man im Moment noch dran kommt, und der Schlauch in einer Ecke nach oben geführt (hinter der Heizung).

 

Das Glasgefäß die Zweite:

Nun kleben wir dann die andere große Scheibe auf die schon vorhandenen Schmalteile.
 Da wir jetzt sehr schlecht innen an die Kante kommen, von beiden Seiten dick mit Silicon bespritzen, also auf die Kante der kleinen Gläser und auf die Fläche der großen Scheibe.

Schön zusammenpressen und mit einem langen Gegenstand z.B. Schraubenzieher den Silicon von innen in die entstandene Ecke streichen (drücken).

Nochmals lange genug trocknen lassen!!

Wenn das erledigt ist Wasser rein und paar Stunden, am besten über Nacht, stehen lassen und hoffen das es dicht ist.
 Falls nicht viel Glück beim nachträglichen Abdichten von außen!!

 

Die Heizung:

Nun wird die Heizung mit paar Silicon Knubbeln in eine Ecke des "Aquariums" geklebt, aber etwas auf Abstand, so das noch Säure um die Heizung strömen kann und die Heizung nicht zu nach an einer Glasscheibe sitzt.(>=5mm)
 Wenn das Glas zu heiß würde, könnte es sonst springen...

Testen ob das mit der Heizung funktioniert.......
 Wir füllen das Gefäß nochmals voll Wasser und schalten die Heizung ein, nun schauen wir ob das Wasser auch die 50 °C erreicht oder ob die Heizung vorher abschaltet. Ist das der Fall etwas Wasser ablassen und noch einmal einschalten um zu sehen ob es jetzt heißer wird.

 

Das Finale:

So das war's eigentlich schon, jetzt nur noch auf einer Platte oder ähnlichem befestigen, die Pumpe anklemmen und Säure reinfüllen.
 Anschließend nur noch hoffen das der Silikon auch "Säurefest" ist ;o)

Ich hab als Fuß einmal einen Kunststoffblumenkasten verwendet und später dann eine alte Eisdose aus Kunststoff. Unten in die Dose habe ich 4 Leistchen geklebt so das das Glasgefäß nicht wegrutschen kann, und oben an den Seitenwänden auch noch 4 Leistchen als Kippschutz.
 So kann man den Glasbehälter jederzeit einfach herausnehmen und z.B. auskippen.
 
Mit einem Dimmer kann die Heizung dann immer noch herunter geregelt werden wenn sie zu stark sein sollte.

Wenn noch Fragen oder Anregungen da sind, bitte mailen, dann werde ich das hier noch hinzufügen.

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