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24.03.2015

Variante 2 (Die variable System-Beleuchtung)

Hier nochmal ein LED-Modul von ganz nah auf den Alu-Stangen aufgeklemmt.
Modul von nah

Nachdem meine Tomaten gröper und größer geworden sind, musste noch mehr Licht her, da der Platz unter den Covern nicht mehr gereicht hat. Also habe ich eine Art Lichtsystem mit LED-Aufsteckmodulen gebastelt bei der ich jeder Pflanze ein oder mehre Lichtmodule zuordnen kann. Die Module lassen sich an beliebiger Stelle einfach auf die Stangen klippsen die auch gleich den Strom liefern.
So haben wir hier ein LED-Pflanzenlicht-Schienensystem.

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Materialliste:
1. Träger-Schienen für die LED-Module Ich habe massive 5mm Alu-Stangen aus dem Baumarkt verwendet die es 1 und 2Meter am Stück gibt.
2. Träger für die Stromschienen Als Träger für die Schienen habe ich wiederum einfach dicke Lüsterklemmen verwendet, in die die Stangen gerade so rein gepasst haben. Den Abstand der Sicherungshalter habe ich eben an die Abstände der Schienen bei Verwendung der Lüsterklemmen angepasst.
3. Ultrahelle LEDs in Kaltweiß und oder warmweiß Ich habe kaltweiße (ca. 6500 Kelvin) 5mm LEDs verwendet. (Tageslicht ist ja auch kaltweiß.)
4. Ein Netzteil mit Gleichspannung am Ausgang Ich habe ein altes 12 Volt Netzteil verwendet. Von einem alten Router oder so.
5. Je nach Spannung des Netzteils passende Vorwiderstände für die LEDs Wie man das berechnet steht weiter unten.

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1. Die Platine entschichten

Hier eine einzelne LED mit der Platine für die Pflanzenbeleuchtung. (So fängt alles an)
LED kaltweiß + Platine für LED-Pflanzenbeleuchtung
Mit Verdünnung wird der Fotolack von der geätzten Platine geputzt, damit man besser löten kann
Fotolack entfernen.

Ich habe Platinen für kleine LED-Module mit 3 oder 6 LEDs (1x3er oder 2x3er LED-Kette) entworfen und geätzt. Weiter geht es hier also mit meiner selbst geätzten Platine, man kann aber natürlich auch alles auf Lochraster Platinen löten
Bei der selbstgeätzten Platine steht als erstes wieder mal das Entschichten der Platine an. Der Fotolack auf der Kupferfläche muss runter, da er sich schlecht bis gar nicht löten lässt.
Ich mache das immer mit Verdünnung und einem alten Lappen oder Toilettenpapier. Spiritus geht nicht so gut, notfalls vielleicht Stahlwolle oder feiner Schmirgel.

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2. Löcher bohren

Als erstes alle Löcher mit 0,8mm bohren...
Löcher bohren
Als nächstes die Löcher für die Sicherungshalter größer bohren..
Löcher größer bohren

Damit die Bauteile befestigt werden können, müssten die Löcher alle mit 0,8mm gebohrt werden.
Nur die 4 Anschlüsse für die Sicherungshalter die uns hier als Befestigungsklipps dienen werden, benötigen größere Löcher.

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3. LEDs einsetzen

Die Leuchtdioden werden eingesetzt und die Drähte ein wenig auseinander gebogen
LEDs einsetzen
Damit ich besser löten kann, habe ich die Platine mit den LED nach unten in das Loch einer Drahtspule gelegt.
LEDs einlöten
Nach dem Löten werden die überstehenden Drahtenden abgeschnitten.
Drähte kürzen
So sieht die Platine mit eingelöteten LEDs aus.
Platine mit LEDs

Nun werden die LEDs polungsrichtig eingesetzt und die Beinchen hinten ein wenig gespreizt damit Sie nicht heraus fallen können, wenn wir die Platine zum Löten umdrehen.

Damit die Platine nicht so wackelt, habe ich sie auf die Öffnung einer alte Drahtspule gelegt und alles schön verlötet. Die überstehenden Beinchen habe ich dann mit einem kleinen Seitenschneider abgepitscht.

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4. Widerstand

Als nächstes wird der passende Vorwiderstand Eingesetzt.
LED-Vorwiderstand eingesetzt
Hier wurde der LED-Vorwiderstand verlötet.
Verlöteter LED-Vorwiderstand

Als nächstes wird der passende Widerstand eingesetzt und verlötet. Die Drahtenden werden wieder abgepitscht.

Wie man sich den passenden Vorwiderstand für das jeweilige Netzteil berechnet steht bei der "Pflanzenbeleuchtung V1"

 

 

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5. Sicherungshalter

Die Flügelchen an den Sicherungshaltern (falls vorhanden) mit einem Seitenschneider ab kneifen.
Sicherungshalter modifizieren
Die Sicherungshalter werden von der falschen Seite (Lötseite) eingesetzt.
Sicherungshalter einsetzen

Als nächstes schnappt man sich die beiden Sicherungshalter und knipst, sofern vorhanden, die "Nasen" ab die dafür sorgen das die Sicherung im Halter nicht in der Länge verrutschen kann. Da wir die Sicherungshalter zweckentfremden und auf die lange Schiene klemmen wollen, würden die Nasen stören. Also auch hier mit einem kleinen Seitenschneider abkneifen oder hin und her biegen bis sie einfach abbrechen.

Die Sicherungshalter werden von der "falschen" Seite her auf die Platine montiert. Man steckt die Halter von der LÖTSEITE !!! aus durch die Löcher und verlötet die seitlich abstehenden Füßchen einfach auf der Kupferfläche.

Bitte auf genügend Löthitze achten, denn die Halter transportieren die Hitze vom Lötkolben schnell ab. Zudem werden die Halter beim auf und Abstecken des Moduls mechanisch am meisten belastet.

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6. Endkontrolle

Zum Schluss schaut man wie üblich ob irgendwo Lötbrücken, Lötreste oder Drahtstücke einen Kurzschluss verursachen könnten.

Das Endprodukt sieht man auf den Fotos von allen Seiten.

Platine mit eingesetzten Sicherungshaltern von oben
Platine mit eingesetzten Sicherungshaltern von oben
Platine mit eingesetzten Sicherungshaltern von der Seite
Platine mit eingesetzten Sicherungshaltern von der Seite
Die Sicherungshalter werden von oben auf der Lötseite verlötet. Auf genügend Löthitze achten.
Sicherungshalter einlöten
Hier sieht man das Ergebnis nach dem Einlöten des Sicherungshalters von der Lötseite aus.
Fertig ist das eine Modul... Viele weitere müssen dann noch folgen..
Eingelöteter Sicherungshalter

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7. Inbetriebnahme / Montage

Hat man genügend Module zusammen, kann man sich daran machen Sie auf die Stromschienen zu montieren. Ich habe auch noch Module mit 6 LEDs gebaut (2x3LEDs) die ich aber einfach auf Lochraster gemacht habe.

Hier sieht man 8 LED-Pflanzenlicht-Module nebeneinander auf die Alu-Stangen aufgesteckt.
LED-Pflanzenlampen in Reih und Glied
Hier nochmal ein LED-Modul von ganz nah auf den Alu-Stangen aufgeklemmt.
Modul von nah
Module von unten auf den Stangen aufgeklemmt.
Module von unten

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ACHTUNG:

Alle hier gezeigten Schaltungen, Platinenlayouts und Berichte, dienen ausschliesslich zu lern und Übungszwecken. Die Schaltungen sind nicht ohne weiteres für den produktiven Einsatz gedacht und sollten nur unter Aufsicht einer erfahrenen Person (Lehrer / Ausbilder usw.) in Betrieb genommen werden. Das gilt ganz besonders bei Schaltungen bei denen mit Netzspannung gearbeitet wird.

Ich übernehme keinerlei Garantie oder Haftung für Schäden die durch unsachgemässen Gebrauch der Schaltungen entstehen.
Bitte immer daran denken: Ich bin selber nur Hobbybastler und will einfach meinen Spass an der Sache teilen.


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